die stationen des schöpfungsweges nach dem sonnengesang des hl. franz von assisi

HÖCHSTER, ALLMÄCHTIGER UND GUTER HERR,

DEIN SIND DER LOBPREIS,

DIE HERRLICHKEIT UND EHR.

Bruder sonne

HERR, SEI GELOBT DURCH BRUDER SONNE, SIE IST DER TAG, DER LEUCHTET FÜR UND FÜR. SIE IST DEIN GLANZ UND EBENBILD, O HERR.

 

Die Sonne beeinflusst die Rhythmen unseres Lebens. Habe ich bemerkt, dass der Schatten der Sonnenuhr verkehrt läuft? Lebe ich noch im gesunden Rhythmus? Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt (Joh 8-12)

 

Laudato si, mi signore cum tucte le tru creature, spetialmente messor lo frate sole

 

Idee und Gestaltung: Bruder Franz Edlinger, Inge Weik, Christine Buchner

schwester mond

HERR, SEI GELOBT DURCH SCHWESTER MOND,

UND DURCH DIE STERNE, DIE DU GEBILDET HAST.

SIE SIND SO HELL, SO KOSTBAR UND SO SCHÖN.

 

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht.

Ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir.

(Psalm 23,4)

 

Der Tunnel bringt mich mit der Erfahrung von Dunkelheit in Berührung. Wie oft habe ich in meinem Leben schon dunkle Passagen durchschreiten müssen?

 

 Idee und Gestaltung: Bruder Franz Edlinger, Inge Weik, Karl Kleinrad, Christine Buchner

 

bruder wind

HERR, SEI GELOBT DURCH BRUDER WIND, DURCH LUFT UND WOLKEN UND JEGLICH WETTER.  DEIN ODEM WEHT DORT,

WO ES IHM GEFÄLLT.

 

Jesus hauchte sie an und sagte:

"Empfanget den Heiligen Geist!"

(Joh  20, 22)

 

Die Kraft des Windes bringt Bewegung.
Wage ich, die Segel zu hissen und mein Lebensboot dem Wind auszusetzen?

 

 

Idee und Gestaltung: Bruder Franz Edlinger, Inge Weik, Gottfried Ecker mit Schülern der HTL-Wr.Neustadt

SCHWESTER WASSER

HERR, SEI GELOBT DURCH SCHWESTER WASSER,

SIE IST GAR NÜTZLICH,  DEMUTSVOLL UND KEUSCH.

SIE LÖSCHT DEN DURST, WENN WIR ERMÜDET SIND.

 

Alles fließt - ohne Wasser kein Leben.

Bin ich bereit, mein Leben fließen zu lassen ohne an Dingen und Situationen festzuhalten?

Idee und Gestaltung: Bruder Franz Edlinger, Inge Weik, Gottfried Ecker

BRUDER FEUER

HERR, SEI GELOBT DURCH BRUDER FEUER, DER UNS ERLEUCHTET DIE DUNKELHEIT UND NACHT. ER IST SO SCHÖN, SO KRAFTVOLL UND SO STARK.

Jesus spricht:  "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.

Wie froh wäre ich, es würde schon brennen."

 

 

(Lukas 12, 49)

Feuer ist Licht, Wärme, Zerstörung und Verwandlung. Kann ich in den Brandkatastrophen meines Lebens auch die Erneuerung und das Positive sehen?

Idee und Gestaltung: Bruder Franz Edlinger, Inge Weik, Christine Buchenr

 

MUTTER ERDE

HERR, SEI GELOBT DURCH MUTTER ERDE, DIE UNS ERNÄHRT, ERHÄLT UND FRÜCHTE TRÄGT, DIE AUCH GESCHMÜCKT DURCH BLUMEN UND GESTRÄUCH.

Gott sprach: "Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen der Erde, die Samen tragen und alle Bäume mit samenhältigen Früchten.

Sie sollen euch zur Nahrung dienen!"

(Gen. 1, 29)

Die Erde ist fruchtbarer Nährboden, die ständig Leben hervorbringt.

Wie erlebe ich die Erde?  Als Mutter oder als Rohstofflieferant?

Idee und Gestaltung: Bruder Franz Edlinger, Inge Weik

 

leid und vergebung tod und auferstehung

 

 

HERR, SEI GELOBT DURCH JENE,

DIE VERZEIHN

UND DIE ERTRAGEN SCHWACHHEIT, LEID UND QUAL.

VON DIR,

DU HÖCHSTER,

WERDEN SIE GEKRÖNT.

 

 

Idee und Gestaltung: Inge Weik, Christine Buchner mit Schulkindern der VS-Pitten





HERR, SEI GELOBT DURCH BRUDER TOD,

DEM KEIN MENSCH LEBEND JE ENTRINNEN KANN.

DER ZWEITE TOD TUT UNS KEIN LEIDE AN.

das tau

Die Skulptur, die zum abschließenden Lobpreis einlädt, ist ein sogenanntes Tau. Das Tau ist der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets. In den orientalischen Sprachen gibt es eine ausgeprägte Zahlenmystik. Jede Zahl hat nicht nur einen mathematischen Wert sondern auch eine mythologische Bedeutung. Der Buchstabe "T" (ausgesprochen Tau) wird für die Zahl 300 gesetzt, da es im Hebräischen keine eigene Zahlen gibt.

300 setzt sich zusammen aus 3x10x10

3 = Gott

10 = die Fülle des Lebens

10x10 = die absolute Fülle des Lebens

3x10x10 = die absolute Fülle des Lebens in Gott = Segen

Daher wurde das "T" als ein Kürzel für Segen verwendet.

Im Buch Ezechiel wird uns in der sogenannten endzeitlichen Vision erzählt, dass die Gerichtsengel ausgesandt werden, um vor dem Gericht die Geretteten auf der Stirn mit einem T zu bezeichnen; mit diesem Zeichen bleiben sie vor dem Strafgericht bewahrt (vgl Ez 9,1-6) und im Buch der Offenbarung gibt es eine ähnliche Stelle (Offb 7, 1-3).

Der hl. Franziskus verwendete in seinen Briefen bei der Unterschrift das "T" als Zeichen des Segens. Im Zuge der franziskanischen Renaissance vor etwa 40 Jahren wurde dieses Zeichen wieder publik und viele Menschen tragen das Tau, ohne über dessen tieferen Bedeutung Bescheid zu wissen.

(Bruder Franz Edlinger OCis)

Dieses Tau am Schöpfungsweg, das den Abschluss des oberen Schöpfungsweges bildet, beinhaltet  zusammenfassend einige Strophen des Sonnengesanges: 

Erde - Wasser - Feuer -  Wind - Luft - Sonne - Mond 

Idee und Gestaltung der Skulptur "Tau":  Johann Weik

FRANZISKUS RETTET EINEN hASEN


Bei Grecico fing ein Mann einen Hasen in der Schlinge. Er schenkte ihn einem Gefährten von Franziskus. Als Franzsiskus das zitternde Tier sah, rief er aus: "Mein Bruder Langohr, warum hast du dich überlisten lassen"? Der Hase sprang in den Schoß von Franziskus und ließ sich von ihm lange streicheln. Dann gab er ihn frei, aber der Hase kehrte sofort zurück. Das tat er sooft, bis er in den Wald getragen wurde wo er davonhoppelte.

Mosaike: Kindergartenkinder von Pitten

nistkästchen und insektenhotels

Schüler der Pittener Neuen Mittelschule fertigten Insektenhotels an.


Der Schöpfungsweg ist ein Ort, wo sich Lebensraum entfalten kann. Abgefallene Äste bleiben ebenfalls liegen wie abgeschnittene Pflanzenteile oder Laub. Dadurch wird Pflanzen und Tieren Lebensraum gegeben. Nistkästchen werden an hohen Bäumen angebracht. Steine für Eidechsen werden aufgeschichtet und zu Weihnachten wird ein Vogerlchristbaum mit Futterringen aufgestellt. Insektenhotels bieten Nützlingen Wohnung. Zu Frühlingsbeginn wurden auch Wildbienen angesiedelt; z.B.: die Rote und Gehörnte Mauerbiene.

Gestaltung: Kinder der VS und NMS-Pitten mit Bettina Titze

DIE VOGERLPREDIGT

Das Mosaik "VOGERLPREDIGT" (das Original befindet sich in der Kathedrale in Assisi) geht auf die Aussendung der 12 Apostel bei Mt. 16,15 zurück:

"Geht hinaus und verkündet das Evangelium ALLEN Geschöpfen"!

Über die sichtbare Schöpfung in ihrer Schönheit und Vielfalt sieht der Mensch das Unsichtbare - GOTT

Im Spoletotal trafen der Hl..  Franziskus und zwei seiner Brüder auf einen Vogelschwarm. Die Vögel ließen sich in der Nähe von Franziskus nieder und waren ganz still.. Franziskus begann mit ihnen zu sprechen:

"Meine gefiederten Freunde, der Vater im Himmel muss euch besonders lieben, denn er gab euch die Freiheit überall hinzufliegen, ihr sät nicht, ihr erntet nicht und leidet doch keinen Hunger und keinen Durst. Glaubt mir, er liebt euch! Deshalb lobet in allezeit"!

Die Vögel regten die Hälse, öffneten ihre Schnäbel und schlugen dazu mit ihren Flügeln. Als er die Vögel segnete erhoben sie sich in die Luft. Sie flogen nach Osten und Westen, nach Süden und Norden und zeichneten ein großes Kreuz in den Himmel.

Idee: Inge Weik;  Gestaltung: Kinder VS-Würflach mit Ute Prenner und Christine Buchner

Die Freude

bau meine kirche wieder auf

Das Kreuz von San Damiano ist als Ikone im 12 Jhd. von einem syrischen Mönch gemalt worden. Durch dieses wurde Franziskus angesprochen und in den Dienst der Kirche gerufen:                        Bau meine Kirche wieder auf, denn sie ist vom Verfall bedroht

Franzsikus hat damals geantwortet:

"Höchster, Allmächtiger Gott! Erleuchte die Finsternis meines Herzens, schenke mir rechten Glauben, gefestigte Hoffnung und vollendete Liebe! Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen, damit ich deinen heiligen Auftrag erfülle, den du mir in Wahrheit gegeben hast"!

Idee: Inge Weik; Gestaltug: Mitglieder des Pfarrgemeinderates mit Christine Buchner

franziskus und der gubbiowolf

Die Stadt Gubbio wurde von einem Wolf in Angst und Schrecken versetzt. Als Franziskus eines Tages sich der Stadt näherte, warnten ihn die Stadtbewohner vor diesem Ungeheuer. Doch Franziskus hatte keine Angst. Unbewaffnet ging er dem Wolf entgegen. Der Wolf umkreiste Fransiskus und bedauert, dass er nicht um des Töten Willens Schafe reiße, sondern weil er seinen Hunger stillen wolle. Franziskus zeichnete das Kreuz über den Wolf und rief ihmzu:

"Komm, mein Bruder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus befehle ich dir, nie mehr etwas Böses zu tun. Obwohl Schreckliches geschehen ist, will ich Frieden schließen zwischen dir und den Bewohnern von Gubbio. Künftig sollen sie dich füttern und für dein Wohl sorgen. Dafür darfst du ihnen und ihren Tieren kein Leid mehr zufügen."

Der Wolf legte daraufhin seine Tatze in die ausgestreckte Hand von Franziskus. So schließt Franziksus mit dem Wolf einen Vertrag. Der Wolf wurde zutraulich und nach dessen Tod trauerte die ganze Stadt un ihn.

Idee: Hans Weik; Gestaltung: Monika Stawoska

 

felsenkirche

 

 

 

Diese im Erdzeitalter des Tertiärs gebildete Höhle weist eine der ältesten Kultstätten im Ostalpenraum auf. Durch römische Soldaten, Kreuzrittern und Handelsreisenden gelangte der Mithraskult  in unsere Gegend. Mithras, die personifizierte Gottheit der Perser, wurde in einer Höhle geboren. Wörtlich übersetzt bedeutet Mithras „Bundesschluss“. Gott schließt mit den Menschen einen Bund.

 

Die Felsenzeichnungen aus frühchristlicher Zeit stellen die Geburt Jesu dar. Gott schickt seinen Sohn auf die Erde, um die Menschen zu  erlösen. Dadurch schließt Gott mit den Menschen einen Bund.

 

Um die Grabesruhe der sterblichen Überreste bei Führungen zu würdigen, erhielten wir von Dr. Harald Schicht vom Denkmalamt, von der Pfarre und der Gemeinde die Erlaubnis, Glastafeln aufzustellen.

 

Diese 7 Glaselemente stehen für die 7 Sakramente.  In der Taufe, im Altarsakrament, der Firmung, der Buße, der Ehe, der Priesterweihe und in der Krankensalbung schließt Gott mit den Menschen einen Bund.

Die Tafeln haben unregelmäßigen Umfang. Symbol für die vielfältige Charaktereigenschaft der Menschen.

 

Eine Glastafel beinhaltet die Bibelstelle: Seht, ich mache alles neu (Off,21 /5)

 

Dem heilige Franz von Assisi wird nachgesagt, dass er der Begründer unserer Weihnachtskrippe sein soll.

Folgende Legende weist darauf hin:

Im Winter 1223 erhielt Franziskus vom Papst Innozenz III. die Ordensregeln bestätigt. Sodann wanderte er mit seinen Gefährten durch das Rieti-Tal. In den zerklüfteten Sabiner Bergen feiert, im nächtlichen Wald von Greccio, an einer Krippe zwischen Ochs und Esel das Weihnachtsfest und predigte von der Liebe Gottes und der Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus.

Idee und Gestaltung: J. Weik