wie  alles begann

Aus Betroffenheit der Situation vieler Kinder und Jugendlicher in unserem Land und weltweit wurde im September 1997 ein Gebets- und später auch noch ein Arbeitskreis in diesem Anliegen gegründet. Diese kleine Gruppe, die zuerst aus zwei Gleichgesinnten bestand, wuchs zusehends.

Zunächst wurden konkrete Hilferufe aufgegriffen und beantwortet. Familien, die in besonderen Schwierigkeiten oder Notsituationen waren, wurden nach Kräften unterstützt.

Sehr bald wurden Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche angeboten, meist in Zusammenarbeit mit bestehenden Einrichtungen, Familien und pfarrlichen Umfeldern. Es kam zu  Lobpreiswanderungen, "Natur erleben" und verschiedenen Themen zur Kinderliturgie.




Einer der Schwerpunkte war von Anfang an die Betreuung der Kinder und Jugendlichen aus dem Wohnheim der Wiener Volkshilfe in Pitten. Es wurden zum Beispiel Kinder und Jugendliche regelmäßig zur "Tiergestützten Pädagoigik" in den Reitstall gebracht.

Immer wieder wurde die Erfahrung gemacht, wie heilsam das Eintauchen in die Natur für  Jung und Alt sein kann. So entwickelten sich Naturtage mit verschiedenen Themen.


Handwerkliche Tätigkeiten und die Erfahrung mit der Bedeutung von Bräuchen im Zusammenhang mit verschiedenen Festen ist nicht nur für junge Menschen wertvoll


Brotbacken mit Kindern in der Brotgemeinschaft in Oeynhausen

Es war sowohl für die Kinder als auch für die begleitenden Erwachsenen ein besonderes Erlebnis wie in den Händen ein LEBENSMITTEL entsteht. Herbert Prem, Gründer der Brotgemeinschaft, konnte beim Backen zusätzlich vermitteln, welche "Botschaften" im "Brotwerden" enthalten sind. Sogar Kindergartenkinder verstanden, dass die Zutaten, die zu Brot werden, mit Gemeinschaftsbildung zu vergleichen sind.


Die Bedeutung von Lebensmitteln und Förderung gesunder Ernährung wurde durch praktische Tätigkeiten auch in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten vermittelt.


Die Gemeinschaftsferienwoche vom ehemaligen Haus des Friedens in der Pension Elmer in Fladnitz an der Teichalm wurde weiter geführt.


Verbreitung wertvoller Literatur für Kinder und Jugendliche und im pädagogischen Bereich durch Bücherstände bei Veranstaltungen.

Erste Kontakte mit Albanien

Unterstützung der Albaniengruppe der Pfarre Scheiblingkirchen. Erste Albanienreise.

weitere entwicklung

Im Jahr 2000 wurde der Verein Kinder-Jugend-Kreis rechtlich statuiert. Somit hatte die gesamte Arbeit einen offiziellen Charakter

Ein Anliegen im Rahmen der Umweltverantwortlichkeit und damit verbundene erziehliche Arbeit war von Anfang an Müllvermeidung und Wertschätzung unserer Güter. So wurde begonnen verstärkt Sachspenden entgegen zu nehmen, die jedoch sauber und in einwandfreiem Zustand sein sollten. Diese wurden in Privaträumen gesammelt sortiert und verpackt. 

Diese Pakete wurden mit Hilfstransporten in Zusammenarbeit mit ORA - Austria in Andorf nach Albanien gebracht.


Zu Weihnachten entstand der Brauch, dass Kinder und Familien, auch in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten Geschenkspäckchen errichteten, um notleidenden Kindern in Albanien Freude zu bereiten.


Da für die  Entwicklungshilfe in Albanien vermehrt finanzielle Mittel gebraucht wurden, entstanden mit Hilfe der Sachspenden Flohmärkte an verschiedenen Orten.


Gleichzeitig werden Waren des Weltladens angeboten

Die Albanienhilfe entwickelt sich zusehends

Neben der Soforthilfe durch Transporte und Ankauf von Lebensmitteln direkt im Land wurde der Bau einfacher Häuser für Familien, die bisher in Baracken hausen mussten, durch Bereitstellung von Baumaterial vor Ort ermöglicht. Andere erhielten Nutztiere, um eine kleine Landwirtschaft aufbauen zu können.

Es entwickelte sich zu dieser Zeit auch noch eine Schulpartnerschaft zwischen beiden Ländern. Dazu gehörten Besuche albanischer SchülerInnen und LehrerInnen in Österreich mit dem Thema "Mülltrennung-Ökologie" und ein Kulturaustausch mit nachhaltiger Freundschaftsbildung war damit verbunden. In der Folge fanden in Albanien gemeinsam mit der österreichischen Bildungsbeauftragten Ökoseminare für LehrerInnen von Gymnasien in Durres, Albanien, statt .




Gründung des INMI-CENTERS in Romanat (Albanien) zum Aufbau von Landwirtschaft, Ausbildung und Entwicklungshilfe für Dörfer

Glashäuser, die in österreichischen Gärtnereien nicht mehr gebraucht wurden, wurden abgebaut und im INMI-CENTER aufgestellt. Es war eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Männern aus Öszterreich und Albanien.



Da nun im INMI-CENTER Lebensmittel, Schuhe und andere Waren produziert wurden, konnten dort Arbeitsplätze geschaffen werden. So erübrigten sich weitere Hilfstransporte aus Österreich.  

Hilfe für Südungarn (Pecs und Mohacs) und Rumänien

Die gesammelten Sachspenden wurden nun zwei Stiftungen in Südungarn und einer privaten Initiative in Rumänien zur Verfügung gestellt. Auch mit diesen Menschen entstanden freundschaftliche Beziehungen.


Besuch aus Ungarn in Österreich und gemeinsames Kochen.

Viele Erwachsene und junge Menschen helfen mit

Jeder gibt, was möglich ist, setzt Talente und Fähigkeiten ein und "verschenkt" Zeit. Im Verein gibt es nicht festgesetzte Mitgliedsbeiträge.

INFO-Blätter werden durchnittlich alle zwei bis drei Monate Interessierten zugeschickt und sind wichtige Kommunikationsmittel.

Durch das Sammeln von Sachspenden entstehen viele neue Kontakte. Daraus entwickeln sich Besuche bei Menschen aller Altersstufen und Sorgen werden wahrgenommen.

Da der Verein keine eigenen Räumlichkeiten hat, werden die "Standln", an denen Naturprodukte und handgefertigte Waren gegen freie Spenden weiter gegeben werden zu wichtigen Orten der Kommunikation und Information. Es bildeten sich Gruppen, die gemeinsam arbeiteten, zum Beispiel Kräuter rebelten, Äpfel dörrten usw.


Die Ausrichtung des Vereins bezog sich nun nicht mehr schwerpunktmäßig auf junge Menschen. Im Jahr 2007 wurde deshalb ein neuer Name mit neuen Statuten gefunden.

 

Verein Für Unsere Welt - Entwicklung durch Werte

Im Jahr 2009 wurde der Verein Für Unsere Welt-Entwicklung durch Werte kirchliche Rechtspersönlichkeit in der Erzdiözese Wien und es erfolgte die Teilnahme am "Forum der Erneuerungsbewegungen".


Im Februar 2010 wurde entlang der Desbordesstiege, dem ursprünglichen Fußweg zur Bergkirche mit der Errichtung des Schöpfungs-Lebensweges nach dem Sonnengesang des hl. Franz von Assisi nach Entwürfen von Bruder Franz Edlinger OCist begonnen.

Vom Anfang an waren Kinder und Jugendliche mit einbezogen und viele halfen mit und leisteten wertvolle Beiträge, sodass dieser Weg bald fertiggestellt werden kann.



2013 wurde der Verein - Name und Statuten - nochmals aktualisiert. Wir wollten den Begriff "Werte" klarer definieren. So heißt nun der Verein:

FÜR UNSERE WELT 

Verein zur Wertschätzung der Schöpfung des Lebens


Am 6. Jänner 2015 wurde in Zusammenarbeit mit der Pfarre Pitten der  Caritative Arbeitskreis Pitten gegründet. So wurde das definiert, woran schon lange gearbeitet wurde und wird.

 

Was uns besonders freut ist, dass wir immer mehr mit unseren Nachbarorten kooperieren: Unser Standl befindet sich nun auch am Bauernmarkt in Bad Erlach und mit dem Weltladen ist eine rege Zusammenarbeit gegeben. Ebenso machten wir bei Umweltaktionstagen in Lanzenkirchen mit.

Die Jungschar der Pfarre Walpersbach unterstützt durch Standlprodukte die Albanienhilfe.